Als wir uns mit dem Thema Eigenheim angefangen haben zu beschäftigen, stellte sich für uns die Frage, die sich sicher viele Familien stellen: Neubau eines Hauses oder doch ein Altes sanieren? Wir hatten am Anfang auch keine klare Antwort darauf. Freie Bauplätze sind hier in der Gegend in und um Braunschweig rar gesät und hatten meistens einen Haken. Daher lag es nahe, sich erst einmal Bestandsobjekte anzusehen. Da steht immerhin schon etwas greifbares und man kann sich besser vorstellen, wie man etwas umgestalten möchte. Nach ein paar Besichtigungen stellten wir immer wieder folgende Punkte fest:
- Auch Bestandsobjekte haben meistens einen Haken. Der größte Haken, den wir leider erst bei der Besichtigung erfahren haben, war eine eingetragene Baulast für ein Wegerecht des Hinterliegergrundstücks, was die nutzbare Fläche des zum Verkauf stehenden Grundstücks erheblich verringerte.
- Die meisten Häuser waren aus den späten 60er oder 70er Jahren, sodass man fast immer mit Asbest rechnen muss.
- Wir sind nicht bereit, noch Jahre auf einer Baustelle zu leben. Das heißt, wenn wir Sanieren, dann gleich komplett.
- Die Grundrisse passten nie zu unseren Vorstellungen und den Grundriss zu verändern ist zwar machbar, kostet aber natürlich wieder.
- Generell sind die Sanierungskosten im Vorfeld sehr schwer abzuschätzen.
- Mit den von uns grob abgeschätzten Sanierungskosten waren die meisten Bestandsobjekte schlicht zu teuer für uns.
Je mehr Häuser wir uns angesehen haben, desto mehr tendierten wir doch zu einem Neubau. Neben den oben genannten Punkten bietet der Neubau unserer Ansicht nach viele Vorteile:
- Die Baufirmen geben eine Bauzeit- und Baupreisgarantie. Zumindest theoretisch weiß man also vor dem Kauf, wann man einziehen kann und wie viel es kosten wird. Was diese Garantien tatsächlich wert sind, werden wir am Ende hier sehen…
- Das Haus ist gleich auf dem neusten energetischen Stand mit Effizienzklasse A+. Das gibt auch beim Kredit gleich einen Zinsbonus.
- Der Grundriss ist modern (ein Must-Have für uns ist eine offene Küche und bodentiefe Fenster) und lässt sich individuell anpassen.
- Die Baukosten waren nicht höher als Kauf und Sanierung eines Bestandsobjekts.
Nach ca. einem halben Jahr waren wir immer mehr davon überzeugt, dass wir einem Neubau den klaren Vorzug geben würden. Wir fingen an, Kontakt zu verschiedenen Baufirmen aufzunehmen und haben uns Kataloge und Informationen zukommen lassen. Hier merkt man schon die ersten Unterschiede: Manche Firmen hielten es nicht mal für nötig, auf die Anfrage zu Antworten und schickten lediglich ihren Newsletter. Andere schickten einen Katalog, aber ohne Preise. Letztendlich haben wir zwei Baufirmen in die engere Wahl genommen, die auf uns zugegangen sind, ohne zu aufdringlich zu werden und Preise für diverse Haustypen transparent in ihren Katalogen hatten. Da wir uns noch nicht final entschieden haben, verraten wir an dieser Stelle noch nicht, welche unsere beiden “Finalisten” sind.
Wer bauen will, braucht natürlich auch ein Grundstück. Es gibt hier bauträgergebundene Grundstücke, die von einer Hausbaufirma erschlossen wurden und exklusiv von dieser vermarktet werden. Dies hat natürlich den Nachteil, dass man an eine Firma gebunden ist und es dort keine Konkurrenz gibt. Wir haben dies aber trotzdem in Betracht gezogen, da die Grundstücke hier schon knapp genug sind. Letztendlich haben wir uns jedoch für ein bauträgerfreies Grundstück entschieden. Mehr zum Thema Grundstücksuche im nächsten Beitrag.